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Hünengräber
In der Umgebung von Birkenmoor finden wir viele Grabstätten
dieser Art, deren Alter auf 4.000-5.000 Jahre geschätzt
wird. In der Gemarkung Birkenmoor gibt es 25 Hünengräber.
Unsere Vorfahren haben hier eine sehr gute Arbeit geleistet,
vor allen Dingen, wenn man bedenkt, welche primitiven Werkzeuge
ihnen zur Verfügung standen. Sie setzten Gräber
aus großen Findlingen zusammen, die mit den Gletschern
der Eiszeit zu uns gekommen waren. Die Grabkammer besteht
meistens nur aus vier Steinen, die zu einem Viereck zusammengestellt
wurden, und einem Deckstein. Die Kammer hat nicht selten Ausmaße
vom 2 m Länge, 1,50 m Breite und 1 m Höhe. Der Deckstein,
der gewöhnlich aus einer Platte besteht, muß dann
schon 2-3 m lang sein. Um das eigentliche Grab wurde meist
noch ein Ring aus Steinen herumgebaut, und das Ganze wurde
mit Erde bedeckt.
Diese Gräber wurden natürlich größer
als unsere. Das Hünengrab auf dem Fresenhagener Kamp
z.B. ist 28 m lang und 16 m breit, der Ring besteht aus 39
Steinen. Meistens sind diese Hügel mit Eichen, Buchen
oder Gestrüpp bewachsen.
Für unsere Geschichtsforscher sind die Hünengräber
von größter Bedeutung. Sie finden in den Grabkammern
oft noch Grabbeigaben, die ihnen viele über das Leben
unserer Vorfahren erzählen. Daher wurden die besterhaltenen
listenmäßig zusammengestellt und unter Landschaftsschutz
gestellt. Es ist nur schade, dass das nicht eher geschehen
ist. Viele Hünengräber sind zerstört oder beraubt
worden. Das Hüengrab beider Schule soll 1864 von schätzesuchenden
Österreichern abgedeckt worden sein.
Viele Gräber wurden im Laufe der Zeit eingeebnet. Man
vermutet, dass heute nur noch 10-15% vorhanden sind.
Doch nicht nur für den Forscher haben die Hünengräber
einen Wert, sondern auch für den Laien. Wer könnte
wohl keine Freude an diesem Schmuck unserer norddeutschen
Landschaft haben.
Aus: 50 Jahre Birkenmoor. Birkenmoorer
Dorfchronik, Verfasserin Renate Schnoor. Unter Mitarbeit von
Karl Abel und Willi Brandenburg, 1981
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