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Gut Birkenmoor
Es würde schwer fallen, eine Familienchronik über
die Besitzer von Birkenmoor zu schreiben, denn es war fast
nie der Fall, dass eine Familie Generationen hindruch das
Gut besessen hat. Häufig wechselte das Gut schon nach
ungefähr 15 Jahren den Besitzer.
Birkenmoor war ehemals ein Meierhof von Dänisch-Nienhof.
Zu ihm gehörten die Ländereien, die man heute als
Gemarkung Birkenmoor bezeichnet. Dazu gehörten Pilzkrug,
Kuhholzberg, Birkenmoor, Sprengerhof und Sprenge.
Als 1793 Christian Detlef von Revenfeldt, dem um diese Zeit
Birkenmoor gehörte, den Meierhof verkaufen wollte, erwarb
Carl August Martens ihn für 90.000 Reichstaler. Da Martens
unverheiratet war, waren auch keine Kinder da, die das Gut
übernehmen konnten, als er im Jahre 1805 starb. Daher
erbten es Verwandte aus Holstein.
Ein Jahr später wurde Birkenmoor unter die adeligen
Güter aufgenommen. 20 Jahre besaßen die Erben von
Carl August Martens das Gut. Dann kaufte es im Jahre 1825
der Hofjägermeister Gabriel Friedrich von Cronstern.
Der Kaufpreis betrug Reichstaler 80.700. Der nächste
Besitzer war 1837 der Senator Adami aus Bremen, der auch Dänisch-Nienhof
erworben hatte.
1856 kaufte es Paul Behnke aus Lübeck und 1856 wechselte
der Besitzer erneut. C. von Witzendorf kaufte das Gut für
360.00 Reichstaler.Als er im Jahre 1879 starb, erbte seine
Witwe Anna, geb. von Löwenstern, das Gut. Noch heute
ist ihr Zeichen AvW erhalten, und zwar an der Sprenger Schule,
bei Vosgerau in Sprenge und auf Sprengerhof.
Als Otto Harkensee, der Besitzer des Gutes Borghorsterhütten,
Birkenmoor im Jahre 1904 kaufte, mußte er RM 1.100.000
dafür bezahlen.
Vier Jahre später kam der Vater des jetzigen Besitzers,
Rudolf Abel, als Verwalter nach Borghorsterhütten. Nach
weiteren vier Jahren, nämlich 1912, pachtete er Birkenmoor
von Otto Harkensee.
Im Jahre 1925 wurde der um 1835 gegründete Meierhof
Sprengerhof ( ca. 226 ha) vom Gut Birkenmoor abgtrennt. Das
Dorf Sprenge wurde durch die Höfebank gesiedelt, das
Gut Sprengerhof befindet sich im Besitz der Familie Schwerdtfeger.
Als Harkensse 1931 Gut Birkenmoor an die Höfebank verkaufte,
kam ungefähr die Hälfte vom Haupthof ab. Auf diesem
Land wurden 14 Siedlungen eingerichtet. Den Resthof von ca.
265 ha kaufte Rudolf Abel.
Aus: 50 Jahre Birkenmoor. Birkenmoorer
Dorfchronik, Verfasserin Renate Schnoor. Unter Mitarbeit von
Karl Abel und Willi Brandenburg, 1981
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