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Frühere Handwerksbetriebe
Mühlenbetrieb
In der Nähe von Sprenge, auf dem nach ihr benannten
Bockmühlenberg, stand die Birkenmoorer Kornmühle.
Es ist nicht genau bekannt, wann sie erbaut wurde. 1773 wurde
sie erstmals erwähnt, ist aber vermutlich schon um 1650
erbaut worden. Die mühle wurde vom wind angetrieben und
mußte jeweils in den Wind gedreht werden.
Wenn die Schulkinder auf dem Weg nach Hause an der Mühle
vorbeikamen, stellte der Müller die Jungen mit an, die
Mühle zu drehen. Zur Mühle gehörten gut zwei
Hufen Land. Der Müller war zur Hauptsache Bauer, das
Mahlen betrachtete er lediglich als Nebenbeschäftigung.
Als Lohn bekam er den 10ten Teil des Mahlgutes.
Am 25. Mai 1917 wütete ein furchtbarer Sturm, der die
Mühle umwarf. Danach wurde sie nicht wieder aufgebaut.
Meiereibetrieb
Da auf Birkenmoor immer sehr viele Kühe gehalten wurden,
gab es hier schon sehr früh eine Meierei. Um 1825 besaß
das Gut ca. 250 Kühe. Der Meierist hatte nicht nur die
Aufgabe die milch zu verarbeiten, sondern er hatte das Vieh
gepachtet. Um die Versorgung der Tiere, das Misten, das Melken,
die Verarbeitung und den Verkauf der Milch mußten sich
die sogenannten Schweizer kümmern.
Im Jahre 1900 wurde der Meiereibetrieb eingestellt. Die Milch
wurde nach Kaltenhof geliefert. 1927 entstand dann für
damalige Verhältnisse eine sehr modern eingerichtete
Meierei auf Birkenmoor. Die Milch wurde in Flaschen gefüllt
und als Vorzugsmilch nach Kiel verkauft. Das Geschäft
erwies sich jedoch als unrentabel und wurde 1939 wieder eingestellt.
Danach lieferte das Gut Birkenmoor die Milch nach Osdorf.
Seit ca. 10 Jahren hat der Betrieb auf Schweinemast umgestellt
und man würde heute vergebens auf dem Gut nach Kühen
suchen. Das Meiereigebäude steht leer und ist verfallen.
Ziegelei
Die Ziegelei wurde Anfang des 19 Jahrhunderts erbaut. Sie
lag zwischen Birkenmoor und Krusendorf. Ein Wohnhaus, ein
Ziegelschauer und der Brennofen gehörten dazu. Im Ziegelschauer
wurden die Ziegel hergestellt und aufbewahrt. Der Brennofen
faßte ca. 30.000 Steine. Es wurden sogenannte Klostersteine
hergestellt, die zum Teil auch für den Bau des Gutshauses
verwendet wurden.
Schmiedebetrieb und Stellmacherei
Birkenmoor hatte eine eigene Schmiede und eine Werkstatt
für einen Stellmacher.
Aus: 50 Jahre Birkenmoor. Birkenmoorer
Dorfchronik, Verfasserin Renate Schnoor. Unter Mitarbeit von
Karl Abel und Willi Brandenburg, 1981
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